Tauchen Sie ein in die besondere Atmosphäre ganz privater Erbauungs- und Andachtsmusik des 17. Jahrhunderts für Viola da gamba, Gesang, Laute und Orgel!

In der Französischen Nationalbibliothek liegt ein sehr ungewöhnliches Notenmanuskript aus dem 17. Jahrhundert voller Werke für die Sologambe. Es wurde 1880 in Berlin gekauft und gilt als eine Sammlung aus dem Brandenburger Raum. Das winzige Büchlein enthält auf seinen 270 Seiten einen einzigartigen Schatz handgeschriebener Musik, von welchem bislang nur winzige Bruchstücke veröffentlicht wurden. Weltweit gibt es nur drei bis vier vergleichbare Sammlungen – keine davon ist so umfangreich wie diese.

Die meisten der Stücke darin sind anonym überliefert. Das lässt reichlich Raum für Spekulationen: Wer hat diese Werke geschrieben und – mindestens ebenso spannend – für wen?

Wenn man bedenkt, dass der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, der zur Enstehungszeit des Manuskriptes in Brandenburg regierte, selbst Gambe spielte und an seinem Hof die berühmtesten Gambisten seiner Zeit versammelte, erahnt man die Bedeutung dieser Handschrift für die noch so wenig bekannte und erforschte Musik dieser Zeit in dieser Region. Ergänzt werden die solistischen Werke aus dem Gambenbuch durch Kompositionen von Zeitgenossen, die in enger Beziehung dazu stehen. Erleben Sie, wie vergessene Musik wiedererweckt wird!